Sambuca Molinari

Sambuca – Feines Destillat aus der Sternanis

Wer kennt Sambuca nicht? Dieser leckere Likör wird in Italien häufig, zusammen mit einem Kaffee als Digestiv getrunken. Er ist damit eine tolle Alternative zum klassischen Grappa. Wir erläutern euch in diesem Beitrag kurz einige Hintergründe zu dem Likör und stellen anschließend zwei beliebte Sorten vor. Zudem geben wir einige Tipps zum Kauf und Genuss des Kultgetränks. Abschließend präsentieren wir noch unser favorisiertes Cocktailrezept mit Sambuca.

Was ist Sambuca?

Sambuca kennt man als süßen Likör, zu dem eine Kaffeebohne gereicht wird. Es handelt sich um einen “relativ neuen” Likör. Er wird erst seit Ende 1800 hergestellt. Sein Name leitet sich möglicherweise vom vom lateinischen ‘sambucas’ ab. Dies bedeutet so viel wie Holunder.

Wir haben es hier also mit einem süßen Likör zu tun, der seinen lakritzigen Geschmack durch die Aromatisierung mit Anis, Süßholz und Sternanis erhält. Sein Rezept geht auf Luigi Manzi zurück und soll seinen Ursprung in der italienischen Hafenstadt Civitavecchia haben. Manzi wurde auf der Insel Ischia geboren und brachte von dort ein Rezept einer Vorläuferversion des Likörs mit. Er entwickelte es in Civitavecchia weiter zum Sambuca Manzi.

Ischia – Von hier soll das allererste Sambuca Rezept kommen

Manzi soll dabei vom arabischen Zammut inspiriert worden sein, der etwa zur gleichen Zeit durch den Hafen von Civitavecchia kam. Während Sambuca Manzi die Produktion fortsetzte, war es Angelo Molinari, der 1945 seine Firma gründete und Sambuca Extra Molinari auf den Markt brachte. Diese Art des Likörs hatte einen süßeren, schmackhafteren Stil und wurde zunächst in Italien, dann aber in ganz Europa und schließlich der ganzen Welt immer beliebter.

Die beiden bekanntesten Liköre

Sucht man online nach dem Likör, fallen insbesondere zwei dabei auf. Zum einen der Sambuca Molinari und zum anderen Ramazzotti Sambuca.

Sambuca Molinari

In den 80er Jahren wurde der Sambuca Molinari zu einem der berühmtesten italienischen Produkte weltweit. Im Laufe der Zeit ändert sich jedoch der Geschmack der Verbraucher. Dennoch konnte der Likör von Molinari aufgrund seiner kompromisslosen Qualität und kreativer Marketingstrategien die Marktführerschaft behalten.

Das Unternehmen befindet sich seit drei Generationen in den Händen der Familie Molinari.

Der Likör wurde 1945 von Angelo Molinari geschaffen. Er ist heute immer noch eines der gefeiertsten Meisterwerke Italiens. Es handelt sich um einen vollmundigen Likör mit 40% Alkohol Volumen.

Molinari Sambuca ist die einzige Marke, die nach italienischem Recht den Begriff “Extra” aufgrund ihrer besonderen Qualität verwenden darf.

Ramazzotti Sambuca

Ein weiterer gerne getrunkener Likör ist der Sambuca Ramazzotti. Dieser ist sehr süß und kräftig und wird ebenfalls weltweit für seinen einzigartigen Geschmack geschätzt.

Der Likör verfügt über 38% Volumen Alkohol und wird nach einem traditionellen Rezept auf der Grundlage einer sorgfältigen Destillation von Sternanis gewonnen wird. Die Stärke des Alkohols gleicht die Süße des Zuckers aus und verleiht dem Sambuca Ramazzotti seinen charakteristischen, kräftigen und durchaus frischen Geschmack.

Der Hersteller gibt folgende Empfehlungen zum Genuss des Likörs:

  • Direkt nach dem Essen als einzigartiger Digestiv
  • Con la mosca: In einem dünnen Likörglas mit drei gerösteten Kaffeebohnen und flambiert
  • S-Expresso: Sambuca Ramazzotti einfach mit in den Espresso geben
  • On the Rocks: Außergewöhnlich erfrischend auf Eis

Exkurs: Sambuca di Sicilia

Was hat Sambuca di Sicilia mit dem Likör zu tun? Wie wir gelernt haben, kommt dieser aus Civitavecchia, einer HafenStadt westlich von Rom. Die Antwort ist: Gar nichts. Dennoch wollen wir euch an dieser Stelle die Stadt mit dem klangvollen Namen kurz einmal vorstellen. Denn dort gibt es auch sehr berühmte Liköre und Weine. Man denke nur an den Nero d`Avola Terre Siciliane.

Sambuca di Sicilia ist eine italienische Gemeinde in der Provinz Agrigent auf Sizilien. Bis 1928 hieß der Ort noch Sambuca Zabut. Im Rahmen der Italianisierung der Ortsnamen unter Mussolini erhielt er aber seine aktuelle Bezeichnung. Die Stadt liegt knapp 60 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Agrigent. Die Stadt hat knappe 6.000 und ist vor allem durch die Landwirtschaft charakterisiert. Zusammen mit den Gemeinden Menfi, Santa Margherita di Belice und Sciacca bildet die Stadt eine gemeinsame Weinbauregion. Seit Ende der Neunziger Jahre existiert für die Weinberge mit der „DOC Sambuca di Sicilia“ eine eigene kontrollierte Ursprungsbezeichnung für Qualitätswein.

Sambuca kaufen

Den leckeren Likör bekommt man in den meisten Supermärkten. Das gilt zumindest für die beiden oben beschriebenen Sorten. Sambuca kaufen kann man aber auch auf Amazon. Dort ist die Auswahl sehr reichhaltig. Hier die beliebtesten fünf Angebote der Kunden.

Hat man seine Sorte ausgewählt, stellt sich noch die Frage nach dem stilsicheren Genuss.

Wie trinkt man Sambuca?

Normalerweise wird er pur getrunken. Nach dem Abendessen wird er gerne gekühlt als liquori digestivi oder mit Kaffee bzw. Espresso serviert. Die bittere Note des Kaffees wird dabei durch den süßen Likör ausgeglichen. In italienischen Restaurants wird dieses Getränkt als ammazzacaffè oder als caffè corretto bezeichnet.

Sambuca kann auch mit ein bis drei Kaffeebohnen serviert werden. Eine Bohne dient als con la mosca, was so viel heißt wie “mit der Fliege”. Wird er mit drei Bohnen serviert, soll er Glück und Wohlstand bringen, so die Legende. Die drei Bohnen soll die heilige Dreifaltigkeit symbolisieren. Häufig wird dem Likör Eis oder Wasser hinzugefügt. Dadurch wird der Likör etwas trüber. Experten kennen diesen Vorgang vom Arrak, Pastis und Absinth.

Warum brennt Sambuca?

Das ist eine gute Frage. Denn der Likör hat in der Regel nur 40% Alkohol Volumen und dürfte daher nicht besonders gut brennen. Hier eine für uns nachvollziehbare Erklärung, die wir im Internet gefunden haben. Sambuca enthält ätherische Öle der Sternfrucht. Diese Öle sind brennbar. Man muss den Gehalt der Öle also zum Alkohol hinzurechnen. Dann erklärt sich die Tatsache, dass der Likör mit dem gleichen Alkoholgehalt besser brennt, als andere Spirituosen.

Sternanis enthält brennbare ätherische Öle

Wir haben nirgends eine wissenschaftliche Abhandlung zu dem Thema gefunden, aber die oben ausgeführte Erläuterung scheint Sinn zu machen.

Hier noch das passende Video dazu.

Cocktail Tipp: Der Flatliner

Der Flatliner ist ein echter Klassiker. Er ist relativ stark und durch die Zugabe von Tabasco zusätzlich auch scharf. Dennoch werden hier so viele unterschiedliche Geschmacksnerven stimuliert. ihr müsst den Drink unbedingt einmal probieren.

So geht der einfache Cocktail:

  • Fülle 1 CL Sambuca in ein Shotglas
  • Dann einen Teelöffel Tabasco vorsichtig dazugeben und im Glas aufschichten
  • Abschließend unter Nutzung des Löffels 1 CL Tequila langsam über den Tabasco schichten

Lasst euch den Flatliner gut schmecken!

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