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Trollinger

Der Trollinger gilt in Württemberg als Nationalgetränk. Darüber hinaus ist er in Deutschland kaum von Bedeutung. In Österreich und Südtirol kennt man ihn unter dem Namen Vernatsch und hat ihn bestimmt schonmal auf der ein oder anderen Hütte oder im Gasthaus getrunken. Vielfach belächelt und gilt eher als Zechwein, denn als Spezialität. Der leichte Weinenthält wenig Bitterstoffe und wird am besten jung getrunken. Er erinnert in seiner Art an den Beaujolais.

Ursprung des Trollingers

Seinen Ursprung hat der Trollinger wahrscheinlich Trentino, Südtirol. Neueren Erkenntnissen zufolge könnte er aber auch aus der Lombardei oder aus Südosteuropa stammen.

Trollinger Anbaugebiete

Flächenmäßig spielt der Trollinger in Deutschland eher eine untergeortdete Rolle. Angebaut wird er hauptsächlich in Württemberg. Dort ist er sogar die meistangebaute Rebsorte. Kleinere Anbauflächen gibt es auch in Baden. Er mag Muschelkalk- und Keuperböden. Oft wächst er in Lagen, die auch für den Riesling geeignet sind. Da der Rielsing qualitativ oft besser ist, nimmt der Trollingeranbau tendenziell eher ab.

Geschmack und Charakter des Trollingers

Beim Trollinger handelt es sich um einen helle, leichten, kernigen und bodenständigen Rotwein mit wenig Gerbstoffen. Er sollte jung getrunken werden und eigent sich nicht wirklich für die Lagerung. Frisch und saftig riecht er nach Sauerkirsche, Erdbeere, Himmbeere, Pflaume und Johannisbeere. Zum Teil sind auch würzige Noten enthalten wie Muskat und Gewürznelke. Nuancen von Kümmel und Lakritz können ebenfalls eine Rolle spielen.

Trollinger schmeckt zu …

Der Trollinger wird am besten leicht gekühlt getrunken, bei ca. 12 . 14 Grad Celsius. Genießen lässt er sich gut zu einer leichten Vesper, Gemüsequiches und leichten Eintöpfen. Auch Maultaschen oder Zwiebelkuchen passen gut zum Wein.

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