kadarka

Rosenthaler Kadarka – ein Wein im Portrait

Wer kennt den Rosenthaler Kadarka Rotwein? Wir sind ja grundsätzlich offen für alles. So haben wir vor kurzem einen Artikel zu koscherer Wein geschrieben. Auch mit süßem Schokowein haben wir und schon beschäftigt. Warum also nicht auch mit hier zu Lande kaum bekanntem Wein aus Bulgarien. Umbekannt? Nun ja, ältere WeinWonne-Leser aus den ostdeutschen Bundesländern werden den Kadarka kennen. Schließlich gehört er, wie auch Spreewald Gurken, zu den DDR Nostalgie Produkten.

Fakten über die Rebsorte Kadarka

Typ: Rotwein
Herkunft: Nordmazedonien
Anbau: Ungarn, Balkan, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Albanien
Geschmack: eher feinherb bis lieblich
Charakter: tanninreicher, dunkler Rotwein, rote Beeren, fruchtbetont und leicht würzige Noten
Vertehrempfehlung: deftige Fleischgerichte, würziger und kräftiger Käse

Rosenthaler Kadarka – ein Nostalgie Wein

Wie war es damals? In den siebziger und achtziger Jahren in der DDR? Eine ausgesprochene Weinkultur gab es damals sicher nicht. Man war auf Wein aus den osteuropäischen Bruderländern angewiesen. Das war aber nicht schlimm, denn Ungarn und Bulgaren produzierten bereits damals durchaus attraktive Weine.

Der Rosenthaler Kadarka war etwas ganz Besonderes. Auch wenn er nicht immer leicht zu bekommen war, so fehlte er doch bei keinem wichtigen Fest. Bei besonderen Anlässen, wie Silvester oder auch zu Geburtstagen, versuchten alle, sich den Rosenthaler Kadarka zu besorgen. Mit diesem sollte gefeiert werden. Selbsternannte Weinkenner von heute hätten das damals kaum verstanden. Denn der Balkanwein ist ein schrecklich süßer Rotwein. Das ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber trotzdem hat der Wein auch heute noch seine Fangemeinde. Und damals gab es sowieso kaum Alternativen zum Kadarka.

Die Geschichte des Karadka

Der Rosenthaler Kadarka wurde bis zur Wiedervereinigung von der staatlichen bulgarischen Kellerei Vinprom produziert. Dieser Betrieb produzierte im Übrigen damals alle bulgarischen Weine.

Im Jahr 1996 kam es zu einer Übernahme. Die Unternehmerin Petya Slavova kaufte den Betrieb samt zugehörigem Weingut und investierte angeblich 20 Millionen Euro. Das war ein guter Deal. Denn heute gilt die Dame als reichste Bulgarin.

So sah und sieht er aus, der Rosenthaler Kadarka

Sie konnte sogar einige internationale Preise gewinnen. Dies gilt jedoch nicht für den Rosenthaler Kadarka. Dieser schmeckt anscheinend wie damals. Trotzdem wird der Wein auch heute noch nach Deutschland exportiert.

Bei uns findet der Wein auch noch zahlreiche Abnehmer. An die 1.000 Mal wird nach ihm jeden Monat über Suchmaschinen gesucht. Es ist schon nachvollziehbar warum. Nostalgie ist eben ein sehr starker Kaufgrund.

Der Rotwein Rosenthaler Kadarka 

Bulgarien hat eine lange Weintradition. Kadarka ist eine typische bulgarische Rebsorte. Sie ist sehr alt und stellt gar hohe Ansprüche an den Boden und dessen Kultivierung. Die Beeren sind mittelgroß und sehr dünnschalig. Dies führt zu einem sehr fruchtbetonten Armoma mit leichten Gewürznoten.

  • Der Wein ist mit 10,5% Volumen Alkohol recht leicht und mit unter 7 Euro durchaus günstig.
  • Die Nase nimmt intensive Aromen roten Waldfrüchten wahr. Wie oben schon geschrieben, handelt es sich um einen sehr süßen, leiblichen Wein, der harmonisch wirkt und lang im Abgang ist.
  • Der Rosenthaler Kadarka sollte nicht zu lange gelagert werden. Besser man trinkt ihn jung.

Zu welcher Gelegenheit der Kadarka passt? Nun ja, einfach zu nostalgischen Momenten, wenn man in der guten, alten Zeit schwelgen möchte.

Rosenthaler Kadarka online kaufen

Den Rosenthaler Kadarka gibt es in DDR-Nostalgie Shops, die es natürlich nicht in jeder Stadt gibt. Verzichten muss dennoch niemand. Auch auf Amazon gibt es diesen Wein. Hier die Liste der Angebote auf der Online Plattform:

Do NOT follow this link or you will be banned from the site! Scroll to Top