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Werden Weingummis aus Wein gemacht?

Weingummis gehören zu den Gummibonbons und somit zu den weltweit beliebtesten Süßigkeiten, und das nicht nur bei Kindern. Unter Medizinern gibt es immer wieder kontroverse Diskussionen darüber, ob die zähen und recht süßen Gummibonbons den Zähnen und dem Zahnfleisch schaden und ob diese Süßigkeit tatsächlich Wein enthält und somit eigentlich nicht von Minderjährigen konsumiert werden darf. So weigerte sich im Jahr 2009 ein Shop in Cambridge, Weingummis an einen angeblich minderjährigen Schüler zu verkaufen. Diese Reaktion war völlig übertrieben, denn Weingummis haben nichts mit Wein zu tun, sondern sind alkoholfreie Leckereien, die mit Gummibärchen, Joghurtbonbons etc. vergleichbar sind. 

Die Geschichte der Weingummis

Zwar wird der Brite Charles Riley Maynard als Erfinder der Weingummis bezeichnet, in Wahrheit war es aber dessen Sohn Charles Gordon Maynard, der 1909 die Rezeptur für die Gummibonbons entwickelte und sie unter der Bezeichnung „Wine Gums“ auf den Markt brachte. Laut Überlieferung soll es wegen der Markteinführung der Weingummis heftigen Streit zwischen Vater und Sohn Maynard gegeben haben, weil der streng gläubige Riley Maynard um den Ruf seines Süßwarenunternehmens „Maynards“ fürchtete. Der junge Mayward musste also jede Menge Überzeugungsarbeit leisten, um seinem Vater klar zu machen, dass in der neuen Leckerei kein Tropfen Alkohol steckte.

Mayward wandte stellte sein Produkt dem bekannten britischen Süßwarenhersteller Cadbury vor, der die Produktion übernahm und die Bonbons unter dem Namen „Maywards Wine Gums“ vermarktete. Das Weingummi begann seinen Siegeszug um die Welt und wird heute auch von deutschen Herstellern wie Haribo und Katjes weltweit vertrieben. Doch die beliebteste Marke ist immer noch Mayward, dessen Weingummis der Konsistenz weicher Pastillen ähnelt. 

Was hat Weingummi nun wirklich mit Wein zu tun?

Die Antwort ist ganz einfach: Gar nichts. Eltern und Autofahrer können aufatmen, denn die Leckerei ist absolut alkoholfrei. Um die Entstehung des Namens ranken sich einige Mythen. Es wird erzählt, dass Gordon Maynard eine süße fruchtige Alternative zu Wein schaffen und damit erreichen wollte, dass weniger Alkohol konsumiert wird.

Andere sehen die Bezeichnung als eine geschickte Marketing Strategie. So wollte Gordon Maynard den Eindruck erwecken, seine Erfindung sei eine besonders edle Süßigkeit, deren fruchtiger Geschmack mit dem Aroma von Wein vergleichbar sei. 

Die verschiedenen Geschmacksrichtungen

Echte Naschkatzen werden süchtig nach ihrer Lieblingssorte sein und sich einen gewissen Vorrat gesichert haben. Weingummis gibt es in den Geschmacksrichtungen Gin, Sherry, Portwein, Rotwein, Champagner und Burgunder, was wiederum vermuten lässt, dass sie Wein beinhalten. Doch die eigentlichen Aromen sind Erdbeeren, Limetten oder Mandarinen. 

Sind Weingummis schädlich?

Menschen, die auf ihre Ernährung achten, möchten bestimmt wissen ob und wie viele Weingummis sie unbedenklich naschen können. Mayward Weingummis bestehen aus natürlichen Farbstoffen und Aromen und enthalten geringe Mengen an Sulfiten und Schwefeldioxid sowie Spuren von Weizen und Milch. Weingummis sind fettfrei, enthalten dennoch ca. 360 Kalorien pro 100 g. Die optimale Menge pro Portion beträgt 30 g, das sind etwa 100 Kalorien. Wird diese Menge zu sehr überschritten, drohen Übergewicht und die damit verbundenen Erkrankungen. Um Karies zu vermeiden, ist es ratsam, nach dem Verzehr die Zähne gründlich zu putzen. Ist das Verlangen nach Süßigkeiten zu groß, sollte ein Arzt feststellen, ob der Körper einen Mangel an bestimmten Nährstoffen aufweist. 

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