Sachsen Weinanbaugebiet

Weinregion Sachsen

Gehört mit der Region Saale-Unstrut zu den nördlichsten Weinbaugebieten Deutschlands. Der Weinbau ist hier harte Arbeit und bringt trotz Mühe und Stress nur kleine Erträge. Kalte Winzer und Frost bis in den Frühling bedeutet Stress für Winzer und Reben. Die Sommer wiederum können tagsüber sehr heiß und nacht ziemlich kühl werden. Bei ausreichend Niederschlag und den vielen Sonnenstunden bieten die besonderen Klimaverhältnisse trotzdem gute Voraussetzungen für das Wachsen und Reifen der Trauben. Die produzierten Weine sind von guter Qualität, teils sogar Spitzenqualität und haben dank der besonderen Herausforderungen einen ganz eigenen Charakter.

Typische Weine aus Sachsen sind finessenreiche Weine, voller Energie und dennoch zurückhaltend im Duft. Dennoch erzielten sie erstaunliche Aromenvielfalt. Durch die langsame Reife entwickeln die Weine eine ausgesprochene Balance und eine belebende Frische. Eine Reise in die Weinregion Sachsen ist aber nicht nur aufgrund des guten Weines eine Reise wert. Eine Flussfahrt auf der Elbe ermöglicht Einblicke in die wunderschäne Landschaft und Dresden, im Zentrum des Anbaugebietes ist dank der architektonischen Sehenswürdigkeiten immer ein Erlebnis.

Wo liegt das Weinbaugebiet Sachsen?

Weinberge bei Radebeul

Das Weinbaugebiet Sachsen ist das östlichste der deutschen Weinbaugebiete und nach der Hessischen Bergstraße und dem Mittelrhein das drittkleinste. Es ersteckt sich über 55 Kilometer und liegt im Elbtal und den Nebentälern zwischen Proschwitz und Pirna. Die schöne Stadt Meißen wird als Ursprung des sächsischen Weinbaus angesehen und lockt jährlich zahlreiche Besucher zum größten Weinfest der Region an.

Welche Böden gibt es im Weingebiet Sachsen?

Typisch für den sächsischen Weinbau sind die terrassenförmig angelegten Steillagen, die durch Bruchsteinmauern gestützt werden. Man findet steinige Granit- und Granitporphyrverwitterungsböden, Lehm, Löss und auch Sandsteinböden.

Welche Weine werden in Sachsen angebaut?

Weißwein

Müller-Thurgau
Riesling
Weißburgunder
Grauburgunder

Rotwein

Spätburgunder
Roter Traminer
Dornfelder

Welche Weine sollte man in Sachsen unbedingt probieren?

Das Angebot an Weinen gleicht hier im Groben dem der Region Saale-Unstrut. Weißweinsorten sind hier gegenüber den roten klar in der Überzahl. Das liegt ganz einfach daran, dass die Temperaturen im Schnitt einfach zu niedrig für den Rotweinanbau sind. In warmen Jahren, in denen die Spätburgunder Reben bis zur Gänze reifen können, kommen aber durchaus sehr gute Rotweine hervor.

Eine Spezialität in Sachsen ist sicherlich der Goldriesling. Eine Rebsorte, die ursprünglich aus dem Elsass stammt und deutschlandweit eigentlich nur noch in Sachen zu finden ist. Unbedingt probieren, wenn man in der Gegend ist! Geschmacklich ist der nicht unbedingt mit einem Riesling zu vergleichen. Dezent im Duft, leicht blumig, mit zarten Aromen von Streuobst und Zitrusfrüchten ist er ein toller Sommerwein an heißen Tagen. Manche Jahrgänge liefern auch Muskataromen.

Ansonsten gibt es in Sachsen sehr gute Müller-Thurgau und Rieslinge. Diese beinden Rebsorten dominieren auch ganz klar das Anbaugebiet. Ganz vereinzelt findet man auch Scheureben, Traminer und Kerner. Davon werden aber nur sehr kleine Mengen produziert und sind außerhalb Sachsens kaum in Umlauf, weshalb man sie vor Ort durchaus mal probieren sollte.

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