Mosel Weinanbaugebiet

Weinregion Mosel

Die Mosel ist Deutschland älteste Weinregion. Bis 2003 sprach man vom Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer. Der Wein hat hier eine lange Tradition. Kultiviert wurde die Weinberge hier schon 15 v. Chr. von den Römern, die ihn nicht nur angebaut sondern auch Handel mit dem Wein betrieben haben. Nach dem Untergang des Römischenn Reiches haben die Klöster den Weinbau fortgeführt.

Typisch für die Mosel sind mineralische, feinfruchtige Weine mit einzigartigem Charakter. Geprägt ist die Region vor allem durch den Weißweinanbau. Auf ca. 9 000 Hektar wird hier überwiegend Riesling angebaut, dem das milde Klima und die wärmespeichernden Böden äußerst gut bekommen. 5 000 Winzer machen hier Wein in allen Qualitätsstufen und das zieht jährlich eine Menge Besucher in diese Region.

Zu bieten hat die Mosel eine Menge. Kulturell kommt man vor allem in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands und Umgebung aus seine Kosten. Für Sportgebeisterte Weintrinker emfehlen sich Wanderungen auf dem Moselsteig, der sich 365 km Entlang der teils sehr steilen Lagen entlang der Mosel schlängelt. Kulinarisch findet man an der Mosel gehobenen Sterneküche ebenso wie einfach Wirtschaften. Leider tummeln sich auch einige Touristenfallen mit schlechter bis nicht vorhandener Qualität hier.

Wo liegt das Weingebiet Mosel?

Das Weinanbaugebiet der Mosel liegt im Westen Deutschlands. Es erstreckt sich von der deutsch-französischen Grenze bis zur Mündung in den Rhein bei Koblenz. Zwischen dem Hunsrück und der Eifel im Rheinischen Schiefergebirge befindet sich entlang der Mosel und den Nebenflüssen Ruwer und Saar das größte Steillagenweingebiet der Welt.

Welche Böden gibt es an der Mosel?

Die Steillagen entlang der Mosel, wie hier am Calmont, sind häufig von Devonschiefer geprägt

Das Weingebiet Mosel lässt sich in fünf Regionen mit jeweils unterschiedlichen Böden einteilen: Obermosel, Mittelmosel, Terrassenmosel, Saar und Ruwer.

An der Obermosel besteht der Boden überwiegend aus Muschelkalk und Keuper. Die Region reicht vom Dreiländereck bis nach Trier, wo die Saar in die Mosel mündet. Hier hat man ein breites Tal und weniger steile Weinberge auf denen auf den nährstoffreichen Böden zu 60 Prozent Elbling angebaut wird.

Die Mittelmosel verläuft zwischen Trier und dem Weinort Briedel. Diesen Teilstück bildet das Herz des Anbaugebietes mit den für die Mosel charakteristischen Weinschleifen. Auf Schiefer und Verwiterungsgestein wachsen hier auf steilen Hängen fast die Hälfte aller Reben der Mosel. Das enge Tal und das Schiefergestein sorgen für eine gute Wärmespeicherung. Man spricht hier auch von Devonschiefer, der vor 400 Millionen Jahren im Erdzeitalter des Devon enstanden ist.

Von Zell bis Koblenz, wo die Mosel in den Rhein mündet, spricht man von der Terrassenmosel. Hier sind die Weinberge so steil, dass man sich fast nur noch auf Terrassen anbauen kann, was diesem Abschnitt auch zu seinem Namen verholfen hat. Zwischen den Weinorten Bremm und Edinger-Eller findet man hier den steilsten Weinberg Europas, den Calmont. Hier wird überwiegend Riesling angebaut, der dank des Mikroklimas und der Schieferböden, sehr üppig in Frucht und Körper ist.

Entlang der Saar, zwischen Serrig und Konz, wo der Fluss in die Mosel mündet, besteht der Boden vor allem aus Devonschiefer. Vereinzelt gibt es hier auch Vulkangestein. Die Weinberge befinden sich meist an den Südhängen der Saar und den Seitentälern. Dieser Teilabschnitt ist flächenmäßig zwar eher klein, dennoch gehen hier Steillagenweine von Weltruf hervor. Hauptsächlich wird hier Riesling angebaut. Da dieser Abschnitt etwas höher gelegen ist, haben die Reben eine lange Vegetationsperiode, was sich auf die Qualität der Weine auswirkt.

Auch entlang der Ruwer baut man fast ausschließlich Riesling auf devonischem Schiefergestein an. Das kleinste Anbaugebiet der Mose ist ebenfalls etwas höher gelegen und ermöglicht den Reben aufgrund der niedrigeren Temperaturen eine lange Reifeperiode. Die sorgt dafür, dass die Weine einen delikaten Charakter bekommen und als “zart” beschrieben werden können. Das Schiefergestein sorgt für eine hohe Mineralität.

Welche Weine werden an der Mosel angebaut?

Weißwein

Riesling
Müller-Thurgau
Elbling
Kerner
Weißburgunder

Rotwein

Spätburgunder
Dornfelder

Welche Weine sollte man an der Mosel unbedingt probieren?

Typisch für die Mosel-Region sind finessenreiche, mineralische Weine mit einer Kräuterwürze und feinen Fruchtaromen.

  • Da 60% der Weinberge mit Riesling bestockt sind, wird man nicht umhinkommen, diesen zu probieren. Angebaut wird die Königin der Rebsorten hier seit dem Mittelalter. Geschmacklich unterscheiden sich die Rieslinge der einzelnen Teilregionen. Allgemein kann man aber sagen, dass sie oft an Apfel, Birne und Kräuter erinnern. Man findet hier Rieslinge aller Qualitätsstufen, vom trockenen, mieralischen Spitzengewächs bis zu halbtrockenen Qualitätsweinen. Natürlich gibt es auch edelsüße Eisweine, die zu aromanischen Käsesorten und Desserts der absolute Knaller sind. Rieslingsfans kommen hier auf jeden Fall sehr auf ihre Kosten.
  • An der Mosel, besonders an der Obermose, wächst auch die alte Sorte Elbling. Vielerorts in Vergessenheit geraten wird er hier zu Wein und Sekt verarbeitet. Die seit dem Mittelalter bekannte Sorte ergibt frische, spritzige Weine die wunderbar zu leichten und Fischgerichten passt.
  • Auch wenn der Weißwein absolut dominant ist an der Mosel, sollte man es sich nicht nehmen lassen, einen der edlen Spätburgunder zu probieren. Seit den 80er Jahren wird diese Rebsorte wieder an der Mosel, überwiegend an der Obermosel, angebaut. Auf den Kalk- und Schieferböden ergeben sich interessante Rotweine, die gerne auch im Barrique ausgebaut werden.
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