Franken Weinanbaugebiet

Weinregion Franken

Franken ist ein ganz besonders schönes Weingebiet. Mit einem gemäßigten, kontinentalen Klima und einer Durchschnittstemperatur von ca. 9 Grad Celsius gelten hier optimale Bedingungen für eine Vielzahl deutscher Rebsorten. Im Zentrum liegt das wunderschöne Würzburg, direkt am Maindreieck gelegen an dessen Hängen sich malerisch die Weinberge eingliedern. Hier kann man Frankenwein in den zahlreichen Weinstuben und Restaurants probieren, vom einfachen Schoppenwein bis zum renommierten Großen Gewächs.

Entlang des Mains und dessen Nebenflüssen finden sich pittoreske kleine Weinorte und Dörfer, die im Zuge einer Weinreise gut besucht werden können. Der Weintourismus boomt und man findet viele Möglichkeiten, Wein direkt beim Winzer zu probieren oder auch ab Hof zu kaufen. Ein Besuch lohnt sich eigentlich das ganze Jahr über – besonders empfehlenswert ist jedoch der Sommer mit seinen bunten Weinfesten oder der Herbst mit der Weinlese.

Wo liegt das Weingebiet Franken?

Viele Weinberge befinden sich an Steillagen entlang des Mains

Grob gesagt liegt das Weingebiet Franken mit einer Anbaufläche von etwas über 6 000 Hektar Rebläche zwischen Bamberg und Aschaffenburg. Die Rebflächen befinden sich vor allem an den südwärts gerichteten Hängen des Mains und den Nebenflüssen, aber auch an den Süd- und Westhängen des Steigerwaldes. Geografisch kann man das Gebiet in Ost-West-Ausrichtung mit Steigerwald und Spessart eingrenzen, im Norden mit der Rhön und im Süden mit dem lieblichen Taubertal.

Nennenswerte Städte die für ihren Wein bekannt sind und die im Zuge einer Weinreise besucht werden sollten sind Würzburg, Iphofen, Volkach, Escherdorf, Bamberg, Miltenberg, Sommerhausen, Wertheim, Escherndorf und Sommerrach. In der Gegend gibt es aber noch zahlreiche kleiner Dörfer die ebenso reizvoll sind und die man entlang des Mains eigentlich zwangsläufig auf dem Weg von einer zur nächsten Stadt durchquert.

Welche Böden hat man in Franken?

Das Weingebiet Franken wird vorwiegend von drei Bodenarten beherrscht und lässt sich geologisch gut durch diese Böden in drei Zonen gliedern, die zum Teil fließend ineinander übergehen. Mineralstoffreicher Bundsandstein kommt am Untermain und im Spessart vor, Muschelkalkböden (zum Teil auch Lehm oder leichte Lössböden) sind vorherrschend im Maindreieck und die Lagen im Steigerwald sind in der Unterwelt von Keuper geprägt.

Welche werden in Franken angebaut?

Weißwein

Silvaner
Müller-Thurgau
Riesling
Scheurebe
Bacchus

Rotwein

Domina
Spätburgunder
Dornfelder
Regent

Welche Weine sollte man in Franken probieren?

  • Der Silvaner ist in Franken die wohl wichtigste Rebsorte und hat mittlerweile flächenmäßig den Müller-Thurgau überholt, der viele Jahre an der Spitze der Weinproduktion lag und mittlerweile rückläufig ist. Der Silvaner ist eine ausgesprochen vielseitige Sorte und zeigt deutlich, auf welchem Boden er gewachsen ist. Vom Bouquet ist der Wein eher neutral, ist aber ein ausgezeichneter Menübegleiter. Außerhalb Frankens sind meist nur die etwas anspruchsvolleren Silvaner erhältlich. Ist man aber vor Ort, sollte man unbedingt auch mal einen einfachen Silvaner probieren. Mittelgewichtige und Große Gewächse sind natürlich auch klasse, besonders wenn sie im alten Holz ausgebaut sind gehören sie zu den ganz großen Weißweinen in Deutschland. Absolut empfehlenswert sind auch Silvanersekte, die ebenfalls kaum die Weinregion Franken verlassen.
  • Ein Müller-Thurgau darf bei einer Frankenreise natürlich auch nicht fehlen. Als einfacher Schoppenwein, trocken ausgebaut ist er auch bekannt als „fränkisch trocken“, was bedeutet, dass maximal 4 Gramm Restzucker im Wein enthalten ist. Vergnügen bereitet der Müller-Thurgau pur, als Schorle oder zu geräucherten Fischen und frischen Salaten.
  • Der Bacchus ist auf fränkischen Weinfesten vor allem als halbtrockener Schoppen beliebt. Diese Rebsorte eignet sich für den halbtrockenen Ausbau sehr gut und ergibt sehr gefällige Weine, die außerhalb Frankens jedoch kaum eine Rolle spielen. Auf einem Weinfest ist ein halbtrockener Bacchus ein richtiger Renner.
  • Auch wenn der Rotwein in Franken eher eine untergeordnete Rolle spielt, sollte man unbedingt einen Domina probieren. Hierbei handelt es sich um eine Kreuzung aus Spätburgunder und Portugieser. Dieser vollfruchtige Wein bringt die Sonne direkt ins Glas und bringt dank des Spätburgunders eine gute Struktur mit.
  • Des Weiteren gibt es natürlich auch exzellente Scheureben, Grau- und Weißburgunder, und Spätburgunder.

Besonderheiten in Franken

Weinberge unterhalb der Festung Marienberg in Würzburg

Typisch für Franken sind auf jeden Fall die Bocksbeuteflaschen. Diese sind nur in Bayern zugelassen, mit einer kleinen Ausnahme. Winzer aus der Ortenau und Tauberfranken dürfen ihre Weine ebenfalls im Bocksbeutel anbieten, da sie früher zum badischen Franken gezählt wurden, geografisch aber in Baden-Württemberg liegen und somit zur Weinregion Baden gehören.

Zu den Besonderheiten gehört auch der Abwechslungsreichtum der Gegend. Das einzige Weingebiet in Bayern ist geprägt von den Steillagen entlang der Flussläufe und ist bekannt für seinen Weintourismus. Viele Winzer organisieren Hoffeste, bieten Wein ab Hof Verkäufe an und präsentieren ihre Weine auf den örtlichen Weinfesten. Zwischen Mai und September findet an jedem Wochenende mindestens ein Weinfest in der Region statt, die weit über die Grenzen Frankens hinaus bekannt sind. Publikum aus ganz Deutschland, zum Teil aus der ganzen Welt nehmen ein kleinen oder bekannten Weinfesten wie dem Hofgarten Weinfest an der Würzburger Residenz Teil.

Link: Weinfestkalender

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