Elbling Traube

Elbling

Die Weißweinsorte Elbling gehört zu den in Europa am längsten kultivieren Weinen. Man geht von einer 2000jährigen Anbautradition an der Obermosel aus. Schon bei den Römern war er bekannt als “Vitis alba”, was so viel wie “weiße Rebe” bedeutet. Ab dem Mittelalter bis ins 19 Jahrhundert wurde der Elbling in Deutschland, den Nachbarstaaten bis hin nach Osteuropa angebaut. Dann ging der Anbau nach und nach zurück, was möglicherweise an der Abschaffung der Zehntweine lag, denn der Elbling war dank seines guten Ertrages besonders bei jenen Winzern beliebt, die den Zehntwein entrichten mussten. Heute wird der Elbling fast ausschließlich an der Mosel angebaut.

Ursprung des Elbling

Die Weißweinsorte Elbling ist eine der ältesten Rebsorten Deutschlands. Nicht eindeutig geklärt ist bis heute, ob die Sorte von den Römern über Gallien an den Rhein gebracht wurde, oder ob der Elbling seinen Ursprung in Deutschland, im Rheintal hat. Es handelt sich jedenfalls um eine spontane Kreuzung aus Heunisch und einer fränkischen Sorte. Bei der heunischen Sorte handelt es sich um den Weißen Heunisch und bei der fränkischen Sorte geht man davon aus, dass es sich im einen Traminer-Sämling handelt.

Auch der rote Elbling gehört zu den Weißweinen, die aus einer Mutation des Elbling hervorgegangen ist und wird von wenigen Wintern an der Mosel angebaut wird. Mit den rötlichen Beeren werden eigenständige Weißweine erzeugt, die extrareich im Geschmack sind und einer großen Nachfrage unterliegen.

Elbling Anbaugebiete

An sich hat der Elbling keine sehr großen Ansprüche an den Standort. Auf den Muschalkalkböden der Obermosel fühlt sich er dennoch sichtlich wohl. Der Muschelkalk fördert die natürliche Frische des Weins und unterreicht seinen Charakter . Das führt dazu, dass 5% der Weinflächen an der Mosel mit Elbling bepflanz werden. Deutschlandweit nimmt er mit ca. 500 Hektar Rebfläche eine eher kleine Fläche ein. Außer an der Mosel wird der Elbling noch in Baden und Sachsen auf kleinen Flächen angebaut.

Während die Reben eher anspruchslos in Bezug auf den Boden sind, erfordern sie mehr Aufmerksamkeit beim Pflanzenschutz, denn die dünnhäutigen Trauben sind Peronospora- und Oidium-gefährdet. Die größte Menge des Weines wird als Qualitätswein ausgebaut. Je nach Qualität des Jahrgangs werden aber auch kleinere Mengen Kabinettweine oder Spätlesen produziert. Aufgrund der enthaltenen Säure, die fast der eines Rieslings gleichkommt, eignet sich der Elbling auch sehr gut für die Herstellung von Sekt.

Charakter und Geschmack des Elbling

Der Elbling wird gerne im Sommer getrunken, denn Frische und Spritzigkeit zeichnen ihn aus. Er hat eine prägnante Säure, weshalb man die Trauben auch gerne zur Sektherstellung verwendet. Im Vergleich zum Riesling ist die Säure des Elblings jedoch etwas weicher. Man kann ich als süffig, neutral mit viel Frucht beschreiben. In der Regel wird er trocken ausgebaut.

Elbling schmeckt zu …

In der Region Mosel trinkt man den Wein vorzugsweise zu einer deftigen Brotzeit oder gebratenem Fisch und Meeresfrüchten.

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