Weinballon 25 Liter

Mit einem Weinballon Wein selber machen

Habt ihr schon einmal daran gedacht, mit einem Weinballon Wein selber zu machen? Das ist gar nicht so schwierig, wenn man keinen Villa Antinori erwartet. Wein selber machen ist ein tolles Hobby, und als echter Weinfan sollte man es durchaus einmal ausprobieren. Lernen kann man dabei jede Menge.

In diesem Artikel geben wir einen Überblick zu den folgenden drei Themen:

  1. Wie man Wein als Anfänger selber machen kann
  2. Was beim Weinballon kaufen zu beachten ist
  3. Welche fünf Fehler man vermeiden sollte
  4. Wie man das Zubehör am besten reinigt

Wir starten mit dem Kauf eines Weinballons, auch Gärballon genannt. Denn dieser ist sicher das wichtigste Zubehör

Einen Weinballon kaufen

Einen Wein- oder Gärballon erhält man im Weinfachhandel und gut sortierten Online-Shops zu dem Thema. Am einfachsten ist der Kauf natürlich über Amazon. Die Auswahl ist sehr groß und man kann sich nach den Bewertungen anderer Kunden richten.

Im Gärballon ruht die Maische solange, bis der Wein fertig ist und in Flaschen abgefüllt wird. Es gibt dieses wichtige Weinzubehör in verschiedenen Größen (zwischen 5 und über 60 Liter). Nach unserer Erfahrung sind 15 Liter für einen Anfänger optimal. Am Besten sind Behälter mit Griffen an der Seite. So kann die Maische einfacher geschwenkt werden, um Zucker und Hefebakterien optimal zu verteilen.

Gärballon in normaler Größe

Die gängigste Größe eines Weinballons beträgt 15 Liter. Hier die Top-3 Angebote zum Kauf eines Gärballons mit diesem Füllvolumen.

Weinballon 25 Liter

Weinballon 25 Liter ist ebenfalls recht beliebt bei Hobby-Winzern. Hier das Top Angebot für diese Füllgröße auf Amazon.

Weinballon 30 Liter

Der Bestseller zu “Weinballon 30 Liter” ist das folgende Angebot:

Weinballon 60 Liter

Die großen Behälter “Weinballon 60 Liter” sind schon etwas für Semi-Profis. Auch hierfür gibt es Angebote auf Amazon. Der aktuelle Bestseller ist das folgende Angebot:

Gärballon – Warum gleich zwei Sinn machen können

Wie es beim Kochen machmal Sinn macht, mit zwei Töpfen zu kochen, so können auch beim Wein selber machen zwei Gefäße Sinn machen. Während des Gärvorgangs muss der Wein von der Maische getrennt werden (gilt nicht bei der Saftgärung). Die Maische kann aber nicht einfach aus dem Weinballon rausgelöffelt werden.

Tipp: Mit einem zweiten Weinballon und einem Trichter kann die Maische einfach vom Wein getrennt werden. Ein Filtertuch hilft, damit die Maische nicht in den zweiten Gärballon gelangt.

Wein selber machen

Wer zum Hobby-Winzer werden möchte, der benötigt etwas Geduld und die folgenden Zutaten.

  • Ein Weinballon aus Glas oder Plastik (beim Glas kann man den Gärprozess schön beobachten),
  • eine Waage, die kleine Mengen anzeigt,
  • ein Vinometer,
  • etwas Zucker,
  • flüssige Hefe,
  • kohlesaurer Kalk,
  • Hefenährsalz und
  • Kaliumpyrosulfit

Unser Tipp: Anfänger starten am besten mit einem vorbereiteten Winzer-Set. Dort sollten alle Zutaten enthalten sein, die man fürs Erste benötigt.

Achtung: Bei einem Winzer-Set sollte unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum der Hefe geachtet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Gärprozess nicht optimal verläuft.

Habt ihr alles Zubehör und die Zutaten beisammen, fehlen nur noch die Trauben. Diese sollten vor Verwendung gewaschen werden.

Wein selber machen aus Rotweintrauben – Ein tolles Hobby

Auch als Hobby-Winzer solltet ihr einen hohen Qualitätsanspruch haben und jeden Schritt behutsam durchführen. Wein selber machen ist eine Kunst und die Berechnung der optimalen Menge der Trauben ist sehr wichtig. Als Faustformel gilt:

Faustformel zur Herstellung von Wein

Für eine Flasche (0,75 Liter) benötigt man in etwa 1 – 1,5 Kilogramm Trauben. Für Profis bedeutet das, dass pro Rebstock in etwa zwei Flaschen produziert werden können.

Nun kann Wein auf unterschiedliche Arten hergestellt werden. Zum einen kann man mit den ganzen Trauben beginnen oder man nutzt Traubensaft als Ausgangsmaterial. Zu unterscheiden ist die Saftgärung und die Maischgärung, die im folgenden näher vorgestellt werden. Winzer werden bei diesen Herstellungsprozessen sicherlich die Augen verdrehen, aber für die Herstellung von ein paar Flaschen Wein im eigenen Zuhause, können diese Tipps recht hilfreich sein.

Die Saftgärung

Für die Saftgärung benötigt man eine Saftpresse. Vorteil bei der Saftgärung ist, dass sich keine Bitterstoffe oder über schmeckenden Aromen aus dem Fruchtfleisch entfalten können. Der Wein ist meist heller und klarer, als wenn ganze Früchte eingesetzt werden.

Die Maischegärung

Bei der Maischegärung müssen die Weintrauben zuerst püriert werden. In Summe ist die Maischegärung einfacher. Weiterer Vorteil: Bei der Herstellung von Rotwein erhält man eine sehr viel kräftigere Farbe.

Rotwein selber machen in 7 Schritten

Der erste Wein sollte gelingen, wenn ihr die folgenden Schritte hintereinander durchführt.

  1. Zuerst der Zucker: Zucker ist bei der Herstellung von Wein sehr wichtig. Entweder werden die Trauben sofort gezuckert, oder es wird schrittweise Zucker zugegeben. Mit einsetzender Gärung werden dann drei bis vier Portionen pro Tag zugegeben. Das ist aufwendiger. Dafür hat der Wein am Ende aber auch den nötigen Alkoholgehalt im Weinballon.
  2. Zugabe von Kalk: Kohlesaurer Kalk neutralisiert ein eventuelles Übermaß an Fruchtsäure. Durch die Zugabe des Kalks wird der Rotwein nicht zu sauer.
  3. Nun die Hefe: Ohne Hefe kein Alkohol. Die Flüssighefe ist von hoher Bedeutung. Bitte richtige Flüssighefe (Lebendhefe) benutzen. Backhefe führt schnell zu Frustration.
  4. Die Maische abfüllen: Nachdem die Maische in den Gärballon gefüllt wurde, kann der Wein ruhen und zu einem ersten “großen Tropen” heranwachsen.
  5. Start des Gärprozesses: Der Gärprozess startet am dritten Tag. Bitte den Weinballon nur bis zur Hälfte füllen. Die Menge der Flüssigkeit wird sich durch den Gärprozess annähernd verdoppeln. Achtet dabei auf einen besonderen Gärverschluss, damit das entstehende Kohlendioxid entweichen kann.
  6. Wozu Kaliumpyrosulfit? Dieses benötigt man für die Haltbarkeit. Ohne diese Konservierung schmeckt der Wein schnell nach Essig. Es reicht hierbei jedoch schon eine sehr geringe Menge von 0,1 Gramm Kaliumpyrosulfit.
  7. Abfüllen und lagern: Nichts ist schöner, als das Ergebnis in Flaschen abzufüllen. Man fühlt sich dabei wie ein echter Winzer. Die Flaschen müssen sauber und trocken sein. Am besten nutzt ihr ganz normale Korken zum Verschluss der Flaschen.

Tipp: Bitte auf eine konstante Temperatur zwischen 18 bis 20 Grad Celsius achten. Hierfür eignet sich die Produktion in einem Keller.

Diese fünf Fehler solltet ihr vermeiden

  • Fehler 1: Nicht an das Rezept halten. Bitte haltet die Mengenangaben ein.
  • Fehler 2: Zu große Mengen produzieren. Gerade als Anfänger macht es Sinn, weniger Wein zu produzieren. Falls dieser misslingt, tut es nicht so weh.
  • Fehler 3: Keine Geduld haben. Rotwein sollte mindestens vier Wochen reifen. Erst wenn keine Blasen mehr aufsteigen, ist der Gärprozess abgeschlossen. Hierfür ist echte Geduld erforderlich.
  • Fehler 4: Falsche Flaschenlagerung. Senkrechte Lagerung führt zum Austrocknen des Korkens und damit einem Qualitätsverlust.
  • Fehler 5: Zu schnelles Aufgeben. Am Anfang passieren immer Fehler. Man merkt das erst beim Verkosten. Hier sollte man nicht aufgeben und wieder von vorne anfangen. Übung mit dem Weinballon macht den Meister Hobby-Winzer.

Einen Gärballon oder Weinballon reinigen

Natürlich zählt ein sauberer Gärballon zu den Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Wein selber machen. Nicht nur vor dem ersten Gebrauch muss ein Weinballon gründlich gesäubert werden. Bakterien und Keime haben dort nichts zu suchen.

Normalerweise besteht ein Gärballon aus einem äußeren und einem inneren Teil. Den äußeren Teil reinigt man einfach mit Spülmittel und einem Schwamm. Es lohnt sich, hier gründlich vorzugehen.

Der Innenbereich wird gereinigt, indem man diesen mit kochend heißem Wasser auffüllt. Dann lasst ihr am besten das heiße Wasser kurze Zeit einwirken, um anschließend den Weinballon mit einer Bürste zu reinigen. Auch hier empfiehlt es sich, den Vorgang mehrmals zu wiederholen. Hierfür gibt es Spezialbürsten, eine sicherlich gute Investition.

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