beliebteste Weißweinsorten

Weißwein aus Deutschland: Das sind die leckersten Reben

Deutsche Weißweine haben mittlerweile weltweit ihre Fans. In verschiedenen Regionen wachsen und gedeihen hier unter verschiedenen klimatischen Bedingungen unterschiedliche Weine. Knapp 140 verschiedene Rebsorten werden in deutschen Weinregionen angebaut. Gut 20 davon besitzen eine große Bedeutung für den weltweiten Markt. Am bekanntesten sind wahrscheinlich Riesling und Müller-Thurgau. Aber auch der Silvaner aus Franken und der Spätburgunder von der Nahe, um nur zwei Beispiele zu nennen, sind weit über deutsche Grenzen hinweg beliebt.

Weißwein wird mit 67 Prozent deutliche mehr als Rotwein, der auf 33 Prozent kommt, angebaut. Es verwundert daher wenig, dass es auch ganze Gebiete gibt, in denen so gut wie ausschließlich Weißweinreben angebaut werden, beispielsweise an der Mosel und der Saar. Nachfolgend ein Überblick über die drei beliebtesten Reben.

Riesling

Der Riesling ist ohne Frage der Champion, was Weißwein aus Deutschland betrifft. Man kann ihn als Aperitif ebenso kredenzen wie zum Dessert, je nach Ausbau des Weines. Seine unverkennbare Frische und Mineralität verleihen ihm einen guten Erkennungswert. Unter anderem deshalb gilt er auch als ein wichtiges Aushängeschild für den deutschen Weinbau. Da auch über 40 Prozent des weltweiten Riesling-Anbaus auf deutschem Boden stattfinden, gilt Deutschland weithin als inoffizielle Heimat des Rieslings.

Der Riesling ist ein unglaublich vielseitiger Wein. Er kann fast alles – von trocken bis edelsüß vermag er fast alle Geschmacksrichtungen abzudecken. Besonders in der warmen Sommerzeit ist er sehr beliebt. Er passt als leichter Sommerwein wunderbar zu frischen Salaten. Weine aus großen Lagen können aber auch hervorragend zu Fisch-, Fleisch- und Wildgerichten gereicht werden. Selbst Desserts können gut mit fruchtigeren und süßeren Spätlesen kombiniert werden.

Obwohl der Riesling-Anbau auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblickt, rätselt man heute kurioserweise über die Namensherkunft. Als Riesling wird die Rebe namentlich erstmals im Jahre 1435 schriftlich erwähnt und zwar in einer Rüsselsheimer Kellerei auf einer Rechnung. Es gibt verschiedene Herleitungstheorien, die gängigste besagt, dass Riesling dem Wort Rusling entstammt, was früher ein Synonym für dunkles Holz war. Dies könnte auf seine Lagerung im 15. Jahrhundert schließen lassen, als Weine normalerweise in Holzfässern gelagert wurden.

Müller-Thurgau

Ebenfalls enorm wichtig für den deutschen Weißweinmarkt ist der Müller-Thurgau. Er ist nämlich weitaus weniger von klimatischen Bedingungen abhängig als beispielsweise der Riesling. Dabei handelt es sich um eine Kreuzung aus Riesling und Madelaine Royals. Der Müller-Thurgau ist ertragreich, widerstandsfähig bei Kälte, frühreif und relativ frostunempfindlich. Der frische, einfache und jung zu trinkende Wein erfreut sich wieder zunehmender Beliebtheit, nachdem er lange Zeit missachtet wurde.

Müller Thurgau wird gerne in Kombination mit zart-aromatischen Speisen serviert. Als Aperetif oder als Schorle wird er gerne einfach so oder mit Spundekäs getrunken. Gut harmoniert er auch mit frischen Blattsalaten und leicht geräucherten Fischen.

Seinen Namen verdankt der Müller-Thurgau-Wein dem ersten Züchter der Reben, Prof. Hermann Müller, und seinem Heimatkanton Thurgau in der Schweiz. Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich um eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner handelt. Da der Müller Thurgau auch Rivaner genannt wird, schien dies eine plausible Schlussfolgerung zu sein. Angebaut wird er in Deutschland überwiegend in der Pfalz, am Bodensee und in Franken.

Silvaner

Der Silvaner gilt als perfekter Allrounder, der bei vielen verschiedenen Gerichten serviert werden kann. Dabei zeichnet er sich vor allem durch eine gewisse Neutralität aus, was sich in der Zurückhaltung von Duft bemerkbar macht. Dafür hat er einen sehr feinen, bis hin zu einem gehaltvollen Geschmack und eine sehr milde, teils auch auseprägten Säure. Der frühreifen und ertragsreichen Silvanertrauben werden immer trocken, teils sogar sehr trocken ausgebaut.

Der Geschmack eines Silvaners erinnert teils an Stachelbeere, Quitte, Grapefruit und Birne, aber mitunter auch mal an Zitronengras und Lindenblüte. Generell ist der Silvaner als eher leicht zu bezeichnen und ist jung, aber auch gereift trinkbar. Er passt ausgezeichnet zu Spargel, Fenchel, Zucchini, Zwiebeln und natürlich Süßwasserfischen. Je nach Schwere des Bodens, auf dem Silvaner-Reben wachsen, kann sich der Wein aber auch recht körperreich entwickeln und passt dann auch zu gehaltvolleren Speisen wie Nudelgerichten mit Aubergine, Huhn, Kalb und Rouladen.

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