Spätburgunder Trauben

Spätburgunder

Der Spätburgunder, oder auch Pinot Noir genannt, ist auf Rotweinebene das Pendant zum Riesling. Ein Wein für gehobene Ansprüche, der sich im gemäßigten Klima besonders wohl fühlt. Obwohl der Namer auf eine späte Reifung hindeutet, hadelt es sich bei Spätburgunder um eine eher frühreife Sorte. Er ist einfach ein paar Tage später reif, als sein kleiner Bruder, der Frühburgunder. Die Sorte ist jedoch nicht ganz einfach zu handhaben. Das betrifft die Rebstöcke gleichermaßen wie die Weine in der Flasche. So stellt er hohen Ansprüche an Boden und Standort und auch beim trinken muss man sich herantasten. Der Spätburgunder behält nämlich eine ordetliche Säure, mit der man umzugehen verstehen muss.

Interessantererweise ist der Pinot Noir Hauptbestandteil des Champagner. Dafür wird nach der Pressung der Trauben der helle Saft ohne die Schalen vergoren. Dadurch entsteht ein Weißwein, der dann zu Chamganer weiterverarbeitet wird. Teilweise werden aber auch Weißeweine aus dem Pinot Noir gemacht, die sehr beliebt sind. Meist tritt der Spätburgunder aber Sortenrein auf. Getrunken wird er eher früh. Je nach Wein, hat er seine beste Trinkzeit im Alter von 5 bis 20 Jahre. Es gibt natürlich auch Spätburgunder, die deutlich älter sind und immer noch hervorragend schmecken. In der Regel verlieren sie im Alter aber eher an Aromen, als dass sie welche hinzugewinnen. Wer glaubt, deutsche Rotweine können mit ausländischen nicht mithalten, die täuschen sind. Deutsche Winzer erzeugen wunderbare Spätburgunder, die körperreich und gehaltvoll sind und sich nicht hinter Weinen aus Frankreich verstecken müssen.

Ursprung des Spätburgunders

Die Quellen zum Ursprung des Spätburgunders sind unterschiedlich. Erwähnt wird sie im Burgund jedenfalls seit dem 4. Jahrhundert. Aber möglicherweise wurde sie auch schon im ersten Jahrhudendert in Deutschland angebaut. Ziemlich sicher handelt es sich um eine natürliche Kreuzung aus Traminer und Schwarzriesling.

Spätburgunder Anbaugebiete

Der Spätburgunder wächts überall dort, wo es nicht zu heiß ist. In Deutschland wächst er daher in jedem Weinbaugebiet. An der Ahr ist er sogar die dominierende Weinsorte. Besonders wohl fühlt sich die Sorte aber auf leichte, kalkhaltigen Böden in bester Südlage. Kühleses Klima wird sehr geschätzt und windgeschützt sollte der Standtort auch sein. Der Spätburgunder ist nämlich recht anspruchsvoll. Er neigt zu Krankheiten, ist anfällig für Fäulnis und Trockenheit.

Außerhalb Deutschlands ist die Rebsorte vor allem in der Champagne, im Burgund und im Elsass zu finden. Belibet ist sie aber auch in der Schweiz, Österreich und Italien. Außerhalb Europas wird sie in kühlenen Küstenregionen der USA, Australien und Südarfika angebaut.

Geschmack und Charakter des Spätburgunders

An sich ist der Spätburgunder ein farb- und gerbstoffarmen Wein. Dennoch können auf natürliche Weise kräftige, gehaltvolle und opulente Weine aus ihm gemacht werden. Mit einem feinen Duft und einem Farbspektrum von hellem Rubinrot bis hin zu dunklem Granat gehören Pinot Noirs zu den hochwertigen Rotweinsorten. Er weist feinkörnige Tannine auf, kann kernig straff bis samtig weich schmecken. Zum einen gibt es fruchtbetonte, harmonische Weine oder aber gehaltvolle körperreiche Varianten. Vom Geruch kann man Kirsche, Himbeere, Brombeere und Cassis erwarten. Wird der Wein im Barrique ausgebaut, können Nuance von Zimt, Holz und Vanille auftauchen.

Spätburgunder schmeckt zu …

Ein Spötburgunder ist dank seiner Säurebetontheit ein hervorragender Begleiter zu fettem Essen. Coq au Von, Braten in allen Variationen, Edelwild und gegrillte Krustentiere und Fische schmecken sehr gut dazu. Ebenso verträglich ist er mit würzigem Weich- und Hartkäse.

Spätburgunder

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