Frühburgunder Trauben

Frühburgunder

Der Frühburgunder ist, wie der Name schon sagt, ein Familienmitglied der Burgunderfamilie. Es handelt sich hier um eine natürliche Mutation des Spätburgunders. Den Namen hat der Frühburgunder seiner Reifezeit zu verdanken. Er ist ca. 2 Wochen früher reif, als sein “großer Bruder”, der Spätburgunder und zwar Ende Juli/August.

Auch wenn er dem Spätburgunder in gewisser Weise ähnelt, gibt es einige Unterschiede zwischen den beiden Burgunderreben. Der Frühburgunder wirkt oft samtiger und gehaltvoller, als der Spätburgunder. Das liegt daran, dass das Verhältnis von Schale zu Beere größer ist. Da die Beeren durch die frühe Reife die kleinen Beeren weniger anfällig für Grauschimmelfäule sind, wird der Frühburgunder auch gerne als Verschnittwein für Rotweine verwendet.

Ursprung des Frühburgunder

Beim Frühburgunder handelt es sich um eine Mutation aus dem blauen Spätburgunder. Er gehört zu den ältesten Kulturreben und zeichnet sich durch kleinere, aber geschmacksintensivere Beeren als, als der Spätburgunder. An der Ahr wurde er bis heute durchgehen angebaut. In den 50er Jahren war die Frühburgunder-Rebe fast verschwunden. Grund für den Rückgang des Anbaus war der relativ geringe Ertrag der Reben, sowie die Anfälligkeit gegen die Blattrollkrankheit und der stärkeren Neigung zur Verrieselung. Dank gezielter Maßnahmen des Geisenheimer Weininstituts hat man den Frühburgunder in den 70er Jahren zurück auf die Bildfläche geholt. Man züchtete Klone, die weniger zur Verrieselung neigten und weniger anfällig für Krankheiten waren. Auch konnte eine bessere Blütefestigkeit erzielt werden, wodurch die Erträge steigen. Dadurch wurde der Anbau für Winzer wieder interessanter.

Frühburgunder Anbaugebiete

Heute wird der Frühburgunder vor allem in Rheinhesse, an der Ahr und in der Pfalz angebaut. Kleinere Rebflächen gibt es auch in Baden, Württemberg und an der Mosel.

Geschmack und Charakter des Frühburgunder

Ein typischer Frühburgunder ist tief dunkelrot, rubinrot und wird dominiert von fruchtigen Aromen. Aus den kleinen, geschmacksintensiven Trauben ergeben sich gehaltvolle, kräftige Weine mit einem samtigen, weichen Charakter. Man riecht oft Kirsche, Cassis, Himbeere, Brombeere. Auch können rauchige Noten entstehen, besonders, wenn der Wein im Barrique ausgebaut wird. Eine milde Säure steht im Gleichgewicht mit einer angenehmen Würze und verleihen dem Frühburgunder eine besonders harmonische Note.

Frühburgunder passt zu …

Der kräftige und teils opulente Wein passt hervorragend zu diversen Braten, Lamm, Reh, Hirsch und Wildgerichten. Auch dunkles Geflügel und Coq au Vin, sowie gegrillte Krustentiere passen sehr gut zum Frühburgunder. Letztlich stellt er auch einen guten Begleiter für kräftige Käse dar.

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