Bacchus Trauben

Bacchus

Der Bacchus verdankt seinen Namen dem römischen Gott des Weines und des Rausches. Es handelt sich hier um eine sehr ertragreiche Rebsorte, die sich in den 1970/80er Jahren sehr großer Beliebtheit erfreute. Der Bacchus hat eine dezente Muskatnote und ist meist blumig, mild, gehaltvoll und säurearm. Nachdem der Bacchus vielerorts Verruf geraten ist, ein “süßer Billigwein” zu sein, haben einige Winzer begonnen, den Bacchus als trockenen Weißwein auf höchstem Niveau herzustellen.

Seit den 90er Jahren ist der Bacchusanbau stark rückläufig, wobei sich die Weinfreunde uneins sind, was die Zukunft dieser Rebsorte angeht. Zum einen heißte es, das der Anbau weiterhin rückläufig bleibt. Andere Stimmen könnten sich vorstellen, dass der Anbau wieder zunimmt, da er recht frostunempfindlich ist und sich gut für den nördlichen Weinanbau eignen würde. Man wird sehen, in welche Richtung der Anbau tendieren wird.

Ursprung des Bacchus

Seinen Ursprung hat der Bacchus in der Pfalz. Hier entstand er am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen aus einer Kreuzung aus grünem Silvaner und weißem Riesling mit Müller-Thurgau. Die Zulassung erhielt die Sorte 1972. Seit dem hat sich der Bacchus in der Weinwelt etabliert. Gelegentlich wird der Bacchus zu Schaumwein oder Sekt verarbeitet.

Bacchus Anbaugebiete

Das flächenmäßig größte Anbaugebiet an Bacchusreben befindet sich in Rheinhessen. Hier beläuft sich die Rebfläche auf ca. 830 Hektar. Knapp dahinter kommt Franken mit ca. 750 Hektar. Hier findet man den Bacchus oft in dem für Franken typischen Bocksbeutel. Weitere Anbaugebiete gibt es in der Pfalz und an der Nahe. Ansonsten wird auf wesentlich kleineren Flächen auch in Baden, an der Mosel und Saale-Unstrut angebaut. Außerhalb Deutschlands ist der Bacchus vor allem in England sehr beliebt.

Charakter und Geschmack des Bacchus

Der Bacchus hat ein schönes Farbspektrum von hellgelb bis hellgrün. Vom Geschmack erinnert er ein wenig an Scheurebe. Fruchtige Duftnoten von Grapefruit , Aprikose, Birne, Orange und Johannisbeere dominieren bei den meisten Weinen. Aber es können auch Nuancen von Muskat, Kümmel und Efeu vorkommen. Der blumig-fruchtige Wein ist im Idealfall rund und vollmundig, oft mit einem Hauch Restsüße. Leider kommt er aufgrund seiner geringen Säure etwas flach daher.

Bacchus schmeckt zu …

Am besten trinkt man den Bacchus als leichten Sommerwein recht kühl bei unter 10 Grad Celsius. Er harmoniert mit einer leichten Restsüße gut mit asiatischen Gerichten, gebratenem Fisch, knackigen Salaten und Cremigen Nudelgerichten oder Risotto. Aber auch zu reifen Früchten und fruchtigen Desserts, Kaiserschmarrn und Apfeltarte schmeckt er sehr gut.

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