Acolon Trauben

Acolon

Der Acolon ist eine noch recht junge Rebsorte, die aus einer Kreuzung zweier Rotweine entstand. Aufgrund seiner feinen Frucht und ausgeglichen Struktur hat er schnell seine Liebhaber gefunden. Man schätzt die frühe Reifung und die beachtlichen Mostgewichte. Im Grunde ist er der Lemberger-Rebe recht ähnlich, wobei er später austreibt, aber dennoch früher ausreift. Auch scheint die Sorte sehr robust und ist weniger Anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Zwar nimmt die Beliebtheit der Traube im Allgemeinen zu, trotzdem gibt es kritische Stimmen, die an der Qualität der jungen Rebsorte zweifeln. Fakt ist, dass sich der Acolon bereits einen Platz im Sortiment deutscher Rotweine gesichert hat.

Ursprung des Acolon

Seinen Ursprung hat der Acolon im württembergischen Weinsberg, wo er erstmals 1971 erfolgreich aus einer Kreuzung aus Lemberger und Dornfelder hervorging. Herausgekommen ist eine edle Traube, die die Vorzüge beider Rebsorten in sich vereint. Im Jahr 2002 hat er die Sortenzulassung bekommen.

Acolon Anbaugebiet

Der Acolon wird mittlerweile (2020) auf knapp 500 Hektar Rebfläche angebaut. Das Hauptanbaugebiet liegt in Württemberg und in der Pfalz. Aber auch Winzer in Franken, Rheinhessen und Baden bauen den Acolon auf ihren Rebflächen an. Geeignete Anbauflächen sind Hänge, die auch dem Spätburgunder, Schwarzriesling und Silvaner zusagen. Durch seine sehr tiefe Wurzelung holt er sich Nährstoffe tief aus dem Boden.

Charakter und Geschmack des Acolon

Charakteristisch ist die hohe Farbintensität und die gute Struktur des Weines. Das Farbspektrum reicht von tiefdunklem Violett bis ins fast Schwarze. Vom Geschmack kann er sehr fruchtig sein, mit einer dezenten Restsüße. Aromen wie Kirsche, dunkle Johannisbeere und Brombeere sind meist zu erkennen. Kritiker könnten hier auf einen leichten Marmeladengeschmack verweisen. Oft sind Nuancen von Lakritz, Gewürznelke oder Schokolade auszumachen. Im Allgemeinen kann man ihn als ausgewogen, vollmundig, nachhaltig und harmonisch bezeichnen. Im Vergleicht zum Lemberger hält sich der Acolon mit dem Gehalt an Gerbstoffen eher zurück. Auch Tannine sind nur dezent vertreten. Der Wein an sich hat ein sehr gutes Reifungs- und Lagerungspotential und wird auch gerne im Barrique ausgebaut. Dadurch erzielt man meist noch komplexere und kräftigere Weine.

Acolon schmeckt zu …

Der fruchtige und oft kräftige Acolon passt sehr gut zu Fleischgerichten. Das Spektrum reicht von leichteren Speisen wie Pasteten und Schinken bis hin zu deftigen Schmorgerichten und Braten vom Lamm, Wild oder Rind. Auch als Begleitung zu kräftigen Käsesorten schmeckt er ausgezeichnet.

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